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Kurzzeitmieten

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Kurzzeitmieten

Kurzzeitmieten oder AirBnB sind Wörter, die man immer häufiger hört. Aber was verbirgt sich hinter diesen Begrifflichkeiten?

AirBnB ist die Abkürzung für „AirBedandBreakfast“ zu Deutsch „Luftmatratze und Frühstück“. Die Erfinder von AirBnB gründeten eine Plattform, auf welcher private Vermieter ihre Wohnungen „Gästen“ aus aller Welt anbieten können. Gerüchtehalber entstand diese Plattform zur Vermietung privater (vollmöblierter) Wohnungen als Ferienwohnungen aufgrund ausgebuchter Hotels und überteuerter WG-Zimmern anlässlich einer stattfindenden Konferenz in San Francisco.

Die Unterkunft-Geber oder Gastgeber stellen also Ihre Wohnungen und auch sich selbst auf der AirBnB Plattform vor und stellen Fotos ihrer Objekte online. Auch die „Gäste“, also die Unterkunft-Suchenden, müssen sich registrieren und unter anderem auf einem Profil vorstellen.

Die Abrechnung erfolgt ebenfalls ganz einfach über die Plattform. Es wird eine Art Vermittlergebühr verrechnet und sowohl Gäste als auch Gastgeber können sich gegenseitig und die Unterkunft bewerten.

Im Grunde klingt dies alles ganz einfach, oder? Falls Sie jetzt auf den Geschmack gekommen sind, Ihre Miet- oder Eigentumswohnung an Touristen für Wochenendtrips zu vermieten, da die Wohnung ohnehin gerade leer steht, ist dies jedoch nicht so einfach.

Die temporäre Vermietung der Mietwohnung kann eine Kündigung durch den Hauseigentümer oder Vermieter nach sich ziehen, da es als Untervermietung gezählt werden kann und diese in Mietverträgen oftmals ausdrücklich untersagt ist.

Sie denken, dass es bei einer Eigentumswohnung einfacher ist, da diese Ihnen gehört? Falsch gedacht. Wohnungen regelmäßig für 3-7 Tage zu vermieten kann auch als Wohnungseigentümer schwierig sein. Grundsätzlich muss für sämtliche Wohnungseigentumsobjekte die Nutzung bzw. Widmung (wie z.B. zu Wohnzwecken, als Büro, Arztpraxis oder Geschäft) festgelegt werden. Diese Widmungsarten dienen unter anderem dazu, „schutzwürdige Interessen“ aller Wohnungseigentümer zu wahren. Ein „schutzwürdiges Interesse“ wäre beispielsweise, wenn ein Eigentümer im Erdgeschoss eine Wohnung in ein Nachtlokal umfunktionieren würde. Der dadurch entstehende nächtliche Lärm könnte (oder vermutlich würde) die restliche Wohnungseigentumsgemeinschaft stören. Damit wäre ein „schutzwürdiges Interesse“ gefährdet. Die Widmungsarten selbst sind auf zivilrechtlicher Ebene im Wohnungseigentumsvertrag festgelegt. Dort kann die Kurzzeitvermietung der Eigentumswohnungen auf ausdrücklich verboten sein. Eine Umwidmung der Nutzungsart bedarf der Zustimmung aller Wohnungseigentümer.

Bevor Sie Ihre Wohnung als Feriendomizil vermieten empfiehlt der Immobilienlöwe: Lassen Sie dies rechtlich prüfen. Unser persönlicher Experte ist Dr. Sebastian Schober von der Rechtsanwaltskanzlei Schober, Schober Rößler und Schober in Wr. Neustadt.

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