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Sind Haustiere in der Mietwohnung erlaubt?

Sind Haustiere in der Mietwohnung erlaubt?

Stellen Sie sich vor Sie ziehen um und dürfen Ihre über alles geliebte Katze oder Ihren treuen Hund nicht in die neue Mietwohnung mitnehmen! Wie absurd dies auch klingen mag, die rechtliche Lage ist, was Haustiere in der Mietwohnung angeht, ziemlich kompliziert.

Der Immobilienlöwe klärt in seinem Löwen-Blog auf:

Darf ein Vermieter Haustiere verbieten?

Ja, er darf.  Wenn, er im Mietvertrag ausdrücklich formuliert welche Haustiere er verbietet und dies auch genau begründet. Mögliche Gründe für ein Verbot wären beispielsweise

  • Gefahr für die Nachbarn – etwa durch giftige Schlangen -,
  • Lärmbelästigung oder
  • Beschädigungen in der Wohnung.

Welche Tiere darf ich ohne Erlaubnis halten?

Die Haltung von Kleintieren, wie Hamstern oder Zierfische, kann Ihnen der Vermieter allerdings nicht verbieten. Dies hat der OGH entschieden. Denn diese verursachen weder Lärm, noch können sie eine Gefahr darstellen.

Wann kann der Vermieter meinen Mietvertrag kündigen?

Der Mietvertrag kann vom Vermieter gekündigt werden, wenn im bereits unterzeichneten Vertrag steht, dass Haustiere verboten sind und man sich trotzdem im Laufe des Mietvertrages einen Hund oder eine Katze anschafft. Ebenso kann der Mietvertrag gekündigt werden, wenn das Haustier die Wohnqualität der Nachbarn beeinträchtigt. Bellt der Hund beispielsweise zwischen 22:00 und 7:00 Uhr, gilt das als Nachtruhestörung.

Wie ist die rechtliche Lage bei exotischen Tieren?

Gefährliche, exotische oder giftige Tiere können vom Vermieter verboten werden und müssen nicht von ihm geduldet werden. Am besten bespricht man dies schon im Vorfeld mit dem Vermieter. So erspart man sich viel Stress und Streiterei.

Muss ein Mieter mit einem Haustier mehr bezahlen?

Nein! Eine höhere Miete oder höhere Nebenkosten aufgrund der Haltung eines Haustieres ist nicht erlaubt. Es kommt jedoch vor, dass Vermieter nach Ende des Mietvertrages die Kaution behalten möchten. Dies ist rechtlich dann möglich, wenn die Wohnung zum Beispiel durch Kratzer am Türstock oder Urinspuren am Boden beschädigt ist.

Was wenn mein Haustier, insbesondere mein Hund stinkt?

Dies wird nicht als Kündigungsgrund genannt werden. Denn laut MRG (=Mietrechtsgesetz) geht der Gestank nicht über ortsüblichen Geruch aus.

Kann ein Kampfhund vom Vermieter verboten werden?

Ja. Da Kampfhunde als Gefahr für die Nachbarn eingestuft werden können, insbesondere wenn Kinder im Haus wohnen.

Haustiere zu halten ist in Mietwohnungen immer eine heikle Angelegenheit. Der Immobilienlöwe empfiehlt ganz klar: Suchen Sie schon bei der Besichtigung, und unbedingt vor Unterzeichnung des Mietvertrages, das Gespräch mit dem Vermieter um Unannehmlichkeiten vorab schon zu vermeiden.

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